{"id":4271,"date":"2025-11-17T17:21:44","date_gmt":"2025-11-17T16:21:44","guid":{"rendered":"https:\/\/working-cocker.nl\/?p=4271"},"modified":"2025-11-17T17:21:45","modified_gmt":"2025-11-17T16:21:45","slug":"adopt-dont-shop-one-size-fits-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/working-cocker.nl\/en\/adopt-dont-shop-one-size-fits-all\/","title":{"rendered":"Adopt, don&#8217;t shop &#8211; one size fits all?"},"content":{"rendered":"\n<p>Vor einiger Zeit postete Ellen Marques vom Martin-R\u00fctter-Team einen Beitrag, der mit &#8220;Adopt, don&#8217;t shop&#8221; zusammengefasst werden kann. Anlass f\u00fcr diesen Post: Die VOX-Moderatorin Kate Kitchenham hatte \u00f6ffentlich gemacht, dass sie sich einen Welpen vom Z\u00fcchter (n\u00e4mlich uns) angeschafft hatte. In diesem Post kritisierte Marques mit scharfen Worten, u.a. mit dem Ausdruck &#8220;Wasser predigen und Wein trinken&#8221;, Kate Kitchenhams Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mich pers\u00f6nlich besch\u00e4ftigt das Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Zucht bzw. zwischen Tiersch\u00fctzern und Z\u00fcchtern schon seit 40 Jahren. Den Leitsatz &#8220;Adopt, don&#8217;t shop&#8221; kann ich unterschreiben, allerdings sollte er nur ein&nbsp;<em>Leit<\/em>satz sein und nicht das&nbsp;<em>alleinige<\/em>&nbsp;Kriterium wenn es darum geht, sich ein Haustier anzuschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>And here is why.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAdopt, don&#8217;t shop\u201c ist absolut passend f\u00fcr Menschen, die normale Anspr\u00fcche an ihr zuk\u00fcnftiges Haustier \u2013 ich beschr\u00e4nke mich im Folgenden auf Hunde &#8211; stellen. Die eine gewisse Flexibilit\u00e4t und Toleranzbreite haben, wenn der Hund nicht die aufgrund der Einsch\u00e4tzung der vermittelnden Tierschutzorganisation erwarteten Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen zeigt. Diese Menschen haben dann hoffentlich das Gl\u00fcck bei Orgas zu landen, die seri\u00f6s agieren, die die Vermittlungshunde sowie die Motive und die Anspr\u00fcche der zuk\u00fcnftigen Besitzer realistisch einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Nur dann wird ein gutes Match daraus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ganz anders<\/em>&nbsp;stellt sich die Situation bei Menschen dar, die ein sehr bestimmtes und gleichzeitig anspruchsvolles Anforderungsprofil an ihren Hund haben. Nehmen wir als Beispiel Berufsgruppen wie die Polizei, die Feuerwehr oder Blindenf\u00fchrhundeausbilder. Niemand w\u00fcrde diesen raten, doch einfach einen Hund aus dem Tierschutz zu nehmen. Im Gegenteil ist es allgemeiner Konsens, dass diese Berufsgruppen ein so spezielles Anforderungsprofil an ihre Hunde haben, dass sie es sich schlicht nicht leisten k\u00f6nnten, Hunde zu nehmen, bei denen das Risiko einer Nichteignung stark erh\u00f6ht ist. Eine solche Versuch-und-Irrtum-Herangehensweise w\u00e4re \u00fcbrigens auch verantwortungslos dem Tier gegen\u00fcber.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Interessanterweise wird aber anderen Berufsgruppen genau das abgesprochen. Dies gilt sowohl f\u00fcr Sportler als auch f\u00fcr eine Kate Kitchenham. Die Anspr\u00fcche, die ihr&nbsp;<em>Arbeitshund<\/em>&nbsp;erf\u00fcllen muss, sind \u00e4u\u00dferst komplex, wie sie selber ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt hat: ******<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ohne Kamera muss dieser Hund viel leisten und auch z.B. in der Therapiearbeit funktionieren.&nbsp;Und zwar mit Freude. Das ist weitaus mehr, als ein &#8220;normaler&#8221; Familienhund je leisten muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schon als Kate Kitchenham vor drei Jahren zum ersten Mal bei uns war, \u00e4u\u00dferte sie ihre Sorge, dass es sehr schwer werden w\u00fcrde, einen Nachfolger f\u00fcr ihren Knox zu finden. Viele, viele Versuche hat sie unternommen, einen passenden Hund aus dem Tierschutz zu finden \u2013 ohne Erfolg. Und so entschloss sie sich im Fr\u00fchling dieses Jahres, einen Working-Cocker-Welpen von uns zu nehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kate Kitchenham hat den&nbsp;<em>f\u00fcr sie und die spezifischen Aufgaben&nbsp;<\/em>passenden Hund ausgew\u00e4hlt. Dass sie sich weiterhin f\u00fcr die Adoption von Tierschutzhunden einsetzt, ist kein Widerspruch und schon gar keine Scheinheiligkeit (\u201eWasser predigen und Wein trinken\u201c), wie es ihr Ellen Marques vorwirft. Es zeugt im Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/working-cocker.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-768x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4272\" srcset=\"https:\/\/working-cocker.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-768x1024.png 768w, https:\/\/working-cocker.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-225x300.png 225w, https:\/\/working-cocker.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image-1152x1536.png 1152w, https:\/\/working-cocker.nl\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/image.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit postete Ellen Marques vom Martin-R\u00fctter-Team einen Beitrag, der mit &#8220;Adopt, don&#8217;t shop&#8221; zusammengefasst werden kann. 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